Der Frühherbst bringt noch einmal eine große Vielfalt an regionalen Lebensmitteln auf den Markt – Spätsommer und Herbstküche gehen gerade fließend ineinander über. Genau das macht den September so spannend: Neben den letzten Sommergemüsen liegen schon die ersten Kürbisse und Zwetschken auf ihrem Höhepunkt. Hier kommen meine persönlichen Favoriten aus dem Saisonkalender September:
Kürbis
Saison: September bis November
Mit dem Kürbis startet für mich die Herbstküche. Ab September kommen die Speisekürbisse – Hokkaido, Butternuss, Muskat –, der steirische Ölkürbis fürs Kürbiskernöl wird meist erst gegen Ende September bis Oktober geerntet. Kürbis ist kalorienarm und liefert reichlich Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A), dazu Kalium und Ballaststoffe. Beim Hokkaido kannst du die Schale mitessen, und ganze Kürbisse halten kühl und trocken gelagert oft monatelang. In der Küche ist er ein Allrounder: Suppen, Ofengerichte, Risotto oder Strudel.
Mein Lieblingsgericht damit ist ein cremiges Risotto mit Butternusskürbis, Pecorino und Trüffelöl – das Rezept dazu findet ihr hier.
Äpfel
Saison: Erntebeginn ab September, heimische Lagersorten bis in den Winter
Im September beginnt die große Apfelernte – die Steiermark ist Österreichs größtes Anbaugebiet, und die Sortenvielfalt reicht von säuerlich bis honigsüß. Äpfel liefern Ballaststoffe (vor allem das Pektin sitzt in und direkt unter der Schale), Vitamin C und Kalium – am besten also mit Schale essen. Ob im Müsli, Strudel, Kuchen oder Kompott, der Apfel ist im Herbst kaum wegzudenken.
Ein klassischer Apfelstrudel und ein Apfel-Zimt-Porridge mit gerösteten Walnüssen gehören für mich einfach zum Herbst dazu.
Zwetschken
Saison: August bis Oktober, Höhepunkt im September
Die Zwetschke ist nicht mit der runden Pflaume zu verwechseln: Sie ist länglicher, fester und lässt sich als Freistein-Frucht leicht entsteinen – ideal für Knödel und Kuchen. Sie ist ballaststoffreich, liefert Kalium, und die blauen Anthocyane in der Schale zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Verarbeiten lässt sie sich zu Knödeln, Kuchen, Strudel oder Röster.
Besonders gern esse ich sie als Zwetschkenknödel mit Butterbröseln und Vanilleeis.
Eierschwammerl
Saison: Juni bis Oktober, im Frühherbst besonders ergiebig
Jetzt ist Schwammerlzeit – wobei das Angebot bei Wildpilzen immer stark vom Wetter abhängt. Eierschwammerl liefern unter anderem Eisen, Kalium und B-Vitamine und sind dabei kalorienarm. Ein Tipp beim Putzen: nicht wässern, sondern trocken abbürsten, sonst saugen sie sich voll. Am besten schmecken sie gebraten, in Saucen oder zu Knödeln.
Ein Eierschwammerlgröstl mit Erdäpfeln und Zwiebeln ist für mich ein echter Herbstklassiker.
Fisolen
Saison: Juni/Juli bis Oktober
Grüne wie gelbe Fisolen (die gelben heißen Wachsfisolen) haben im September noch Saison. Wichtig: Fisolen immer nur gegart essen – roh enthalten sie das Lektin Phasin, das erst durchs Kochen zerstört wird. Gegart sind sie reich an Ballaststoffen und liefern unter anderem Vitamin C, Vitamin K und Folsäure. Sie eignen sich für Eintöpfe, Salate oder als Beilage.
Am liebsten mag ich sie in Wokgerichten oder als klassischer Fisolensalat.
Was im September außerdem Saison hat
- Weintrauben (Weinlese)
- Kukuruz (Mais)
- Birnen
- Brombeeren
- Holler (Holunder)
- Quitten
- Walnüsse
- Paprika
- Melanzani
- Paradeiser
- Erdäpfel
- Rote Rüben
Der September ist damit die perfekte Übergangszeit: Man kann die letzten Sommergerichte noch genießen und gleichzeitig langsam in die Herbstküche starten. Am besten schaust du direkt am Markt, was gerade regional und saisonal verfügbar ist.
Was von diesen Lebensmitteln landet bei dir im September am häufigsten auf dem Teller? Schreib es mir in die Kommentare!
