Saisonkalender Juli

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Der Juli gehört kulinarisch zu den abwechslungsreichsten Monaten des Jahres. Auf den Feldern, in den Gärten und Obstanlagen beginnt jetzt die Zeit der größten Vielfalt. Wer regional einkauft, findet jetzt eine große Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse, das ohne lange Transportwege geerntet wird und sein volles Aroma direkt auf dem Feld entwickelt.

Saisonal einzukaufen bedeutet aber nicht nur, frische Lebensmittel zu genießen. Man unterstützt damit auch die heimische Landwirtschaft und orientiert sich am natürlichen Rhythmus der Natur. Viele Obst- und Gemüsesorten stehen nur wenige Wochen in bester Qualität zur Verfügung – genau das macht sie jedes Jahr aufs Neue besonders.

Das sind meine persönlichen Favoriten im Juli:

Paradeiser

Mit den ersten Freilandparadeisern beginnt für mich der Sommer erst so richtig. Während Paradeiser das ganze Jahr über erhältlich sind, schmecken sie jetzt besonders aromatisch, weil sie unter natürlichen Bedingungen reifen konnten. Gerade regionale Freilandparadeiser unterscheiden sich geschmacklich deutlich von importierter Ware aus den Wintermonaten. Ernährungsphysiologisch liefern sie das antioxidativ wirkende Lycopin, Vitamin C und Kalium bei sehr wenig Kalorien.

Ich bereite sie am liebsten ganz einfach als Caprese mit Büffelmozzarella, frischem Basilikum, gutem Olivenöl und etwas Balsamico zu. Viel mehr brauchen gute Paradeiser eigentlich nicht.

Zucchiniblüten

Zucchiniblüten gehören zu den Lebensmitteln, die man fast ausschließlich während ihrer kurzen Saison bekommt. Sie sind sehr empfindlich und lassen sich nur begrenzt lagern oder transportieren – ein gutes Beispiel dafür, warum saisonaler Einkauf oft mit regionalen Produkten verbunden ist. Sie schmecken mild, sind sehr kalorienarm und eine feine, leichte Sommerzutat.

Am liebsten bereite ich daraus Gefüllte Zucchiniblüten mit Ricotta und Zitrone zu.

Stachelbeeren

Stachelbeeren gehören heute fast schon zu den unterschätzten Sommerfrüchten. Früher waren sie in vielen Hausgärten selbstverständlich, heute findet man sie meist nur während ihrer kurzen Saison auf Wochenmärkten oder direkt bei regionalen Produzenten. Dabei sind sie ernährungsphysiologisch wertvoll: Sie liefern Vitamin C, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Mein Favorit ist eine Stachelbeer-Kiwi-Marmelade. Die fruchtige Säure der Stachelbeeren harmoniert hervorragend mit der leichten Süße der Kiwi.

Ribisel

Auch Ribisel haben nur ein relativ kurzes Erntefenster und zählen für mich zu den Früchten, die den Sommer in Österreich ausmachen. Ob rote, weiße oder schwarze Ribisel – jede Sorte bringt ihre eigene Aromatik mit und eignet sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte. Besonders die schwarzen Ribisel sind reich an Vitamin C, dazu liefern sie Kalium, Eisen und Ballaststoffe.

Ich esse sie am liebsten frisch als Topping über Naturjoghurt zum Frühstück. Sie sorgen für eine angenehme Frische und passen natürlich ebenso gut in Kuchen oder Desserts.

Marillen

Je nach Region ist ab Mitte Juli die Hauptsaison der Marillen. Besonders bekannt sind die Wachauer Marillen, die durch Klima und Bodenbedingungen ihr charakteristisches Aroma entwickeln. Die Ernte dauert nur wenige Wochen – umso mehr lohnt es sich, die Saison auszunutzen. Marillen enthalten Beta-Carotin (Provitamin A) sowie Kalium.

Mein Lieblingsgericht sind ganz klassisch Marillenknödel. Außerdem koche ich jedes Jahr Marillen-Paradeiser-Chutney – eine Kombination, die wunderbar harmoniert.

Mangold

Mangold begleitet uns zwar über mehrere Monate, im Hochsommer wächst er jedoch besonders kräftig. Lange stand das Blattgemüse etwas im Schatten des Spinats, inzwischen erlebt es in der saisonalen Küche wieder eine verdiente Aufmerksamkeit. Ernährungsphysiologisch punktet Mangold mit Vitamin K, Vitamin A, Eisen und Magnesium.

Ich koche damit am liebsten eine Mangold-Feta-Quiche. Auch in Pasta, Risotto oder als Gemüsebeilage macht sich Mangold hervorragend.

Was im Juli außerdem Saison hat

Neben meinen persönlichen Favoriten gibt es im Juli noch viele weitere regionale Lebensmittel:

  • Gurken
  • Paprika
  • Melanzani
  • Fisolen
  • Brokkoli
  • Karfiol
  • Frühkartoffeln
  • Kohlrabi
  • Karotten
  • Himbeeren
  • Heidelbeeren
  • Brombeeren
  • Kirschen
  • erste Zwetschken
  • verschiedene Blattsalate

Der Juli zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig die österreichische Saisonküche sein kann. Wer sich beim Einkauf am Saisonkalender orientiert, entdeckt viele Produkte genau dann, wenn sie ihren besten Geschmack haben. Gleichzeitig unterstützt man regionale Betriebe und nutzt das Angebot, das die heimische Landwirtschaft gerade hervorbringt.

Welches saisonale Lebensmittel darf für euch im Juli nicht fehlen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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